BOSCH-KOLLEGEN 

 2013 

 Ein besonderer Auftritt 

 

Eine kleine Delegation von "Bosch-Classic"-Betrieben war am 16. Februar 2013 zu einer Tagung nach Montabaur im Westerwald gekommen und einige der Bosch-Leute "verirrten" sich in das nur 30 km entfernte Neuwied zu einer kleinen Betriebsbesichtigung beim Bosch-Service Vogtmann und Herold. Hier stand der DKW, fast noch wie gefunden.

Bild/Foto: Bosch

Ich hielt einen kleinen Vortrag über diesen DKW: Geschichte, Erstbesitzer, Krieg, Wirtschaftswunder und so weiter... Natürlich warfen die Leute vom Fach ihre kritischen Blicke auch unter die Motorhaube, wo ja nun der Motor fehlte und die Enden der Kabel umso deutlicher abgeklemmt herum baumelten...

 

"...der Kabelbaum muss aber neu...", sagte jemand, der sich anhörte, als käme er aus Sachsen. Daher, wo der DKW auch her kommt.

"Na klar, ist ja Ehrensache. Mach' ich selbst", antwortete ich.

(Pause)

"Wollen Sie mit sechs Volt fahren?", fragte der Mann, der aus Dresden kam. Die Frage beruhigte mich, offenbar gilt es in der Szene nicht als Frevel, der Elektrik die doppelte Ration zu verpassen.

"Ich tendiere eher zu zwölf! Es soll einen Bosch-Regler geben, den man dafür nehmen kann..."

 

"Einen 12-Volt-Regler???", der Fachmann aus Dresden sah mich entsetzt an. "Ja, habe gelesen, dass das geht, habe auch die Bosch-Nummer."

 

(Pause - er sah mich streng an)

 

"...können Sie vergessen, das halten die Kontakte nicht lange durch. Sie haben ja die doppelte Spannung..." Das war mir schon klar, und ich unterbrach ihn: "...und den doppelten Strom in der Feldwicklung, und die Leistung vervierfacht sich..."

 

"...genau, und das machen die Kontakte nicht lange mit!", nickte er und sah dabei aus, als hätte er gerade eine Schach-Partie gewonnen.

 

Nach einer kleinen Pause verriet der Experte:

"...wissen Sie, man kann da was mit Vorwiderständen machen. Man muss nur genau wissen, was man da tut - so einfach ist das nämlich nicht. Und das geht auch nicht im Auto. Da braucht man einen Prüfstand!"

 

"Und so einen Prüfstand haben Sie noch?"

"Na, klar!" grinste der Mann zufrieden, "...wir können den Dynastart auf dem Prüfstand laufen lassen, ohne dass er am Motor angebaut ist."

 

Nun wusste ich, an wen ich mich zu wenden habe, wenn es Ärger mit der Dynastart-Anlage geben sollte und die Umrüstung auf 12 Volt Probleme bereiten würde. Diese Visitenkarte ist Gold wert.

Nach einiger Plauderei war ich um einen Sack voll Erkenntnisse und Hinweise reicher und beschäftigte mich in den Tagen danach sehr eingehend mit den theoretischen Grundlagen zum Thema Umrüstung auf 12 Volt. Der Mann war schon zu DDR-Zeiten erfolgreich selbständig, hatte viel mit DKW und IFA zu tun und kannte sich mit der Materie allerbestens aus.

 

Zum Thema Kabelbaum nahm er mich dann aber doch noch einmal zur Seite und fragte besorgt: "...aber... Sie werden doch nicht etwa PVC-Kabel verwenden?!"

Ich hielt nun lieber den Mund und wollte nichts falsches sagen...

Dann sagte der Classic-Mann: "Wissen Sie... wenn da einer unter die Motorhaube guckt, alles ist "tip-top", und dann sieht der PVC-Kabel...! Dann ist es aus! Dann sind Sie unten durch!"

 

Weiter lesen mit… "auf dem Holzweg".

 

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